Dort wird das Getreide durch einen Trichter und den sogenannten Rüttelschuh gleichmäßig in das Steinauge, das Loch in der Mitte des oberen Steines, abgeschüttet. Der Mahl- bzw. Schrotvorgang ergibt sich durch die sägezahnartige Riffelung der gegeneinander gerichteten Kreisflächen des oberen Läufersteines und des unteren Steines unter Ausnutzung des Druckes des Läufersteines.
Der Antrieb der einzelnen Aggregate der Windmühle befindet sich im Mühlenkeller. Von da aus werden auch die Maschinen des Schrotebodens über eine 23 m lange Welle angetrieben. Beide Schrotegänge sind über Kegelradgetriebe mit dieser Welle verbunden. Zwei Quetschstühle, eine Schrotemaschine, die Schlagkreuzmühle, und der Schleifstein werden mittels Flachriemen angetrieben.
Die staubigste Arbeit bei der Müllerei war das Quetschen, dabei wurde der Lunge des Müllers ziemlich zugesetzt.Gequetscht wurde hauptsächlich Hafer für die Pferde, aber auch Weizen. Arbeiten ließen hier die Einzelbauern und nach Gründung der LPG's hauptsächlich die Landwirtschaftlichen Genossenschaften der umliegenden Dörfer. Diese wiederum betrieben zum Teil selbst Schrotemühlen, so daß die Nachfrage mit der Zeit geringer wurde.
Der Müllermeister hat bis zum 69. Lebensjahr in der Mühle gearbeitet und konnte nun in den wohlverdienten Ruhestand gehen.
Vom Getreide zum Futtermittel
Durch den Zerfall der DDR kam der Mühlenbetrieb vollends zum Erliegen.Das Halten von Tieren als Nebenerwerb brachte keinen Nutzen mehr und die Genossenschaften bezogen die Produkte aus Großbetrieben.